Laminat

 

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Laminatfußböden sehen aus wie Parkett, sind aber nur bedrucktes Papier, z.B. mit einer Span- oder MDF-Platte als Träger und einer Schicht Kunstharz. Sie bestehen aus mehreren Schichten: Holz- bzw. Zellulosespäne werden mit viel Kunstharz zu Platten verleimt und gepresst. Obenauf kommen eine Lage Papier, mit Holzmuster oder Dekor bedruckt sowie eine abschliessende Schicht aus Kunstharz. Das Ganze enthält so wenig Holz, dass es sich nach den geltenden Normen nicht Holzfußboden nennen darf. Viele Laminatböden geben zudem Formaldehyd ab oder laden sich elektrisch auf.

 

1990 kamen Laminatböden auf den Markt, bereits Mitte der 90er zogen die Verkaufszahlen an denen für Parkett und Fertigparkett vorbei. 1998 hielt Laminat zehn Prozent Anteil am Markt für Fußbodenbeläge in Deutschland. Der Boom überrascht nicht, denn Laminat ist billig - aber eben nur das!

 

Ein Problem bringen Laminate generell mit sich: Sie bestehen zu großen Teilen aus Kunststoff statt aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Das ist aus ökologischer Sicht bedenklich, weil unnötig kostbare Ressourcen verbraucht werden. Außerdem lässt sich das Gemisch aus Spänen und Kunstharz nur schwer recyceln. Schließlich können Plastikoberflächen nicht das Raumklima regulieren, wie geölte oder gewachste Parkettoberflächen.

 

Vollholzparkett dagegen ist zwar die teuerste, aber auch langlebigste und gesündeste Variante. Wer nicht so viel Geld zur Verfügung hat, kann auf Fertigparkett, das aus mehreren Holzschichten besteht, ausweichen. „Echtholz"-Parkette lassen sich mehrfach abschleifen und können, wenn sie nur geölt oder gewachst werden, die Raumluftfeuchtigkeit puffern, d.h. in Zeiten hoher Luftfeuchtigkeit nimmt das Holz die Feuchtigkeit auf und gibt sie in Zeiten trockener Luft wieder ab, so entsteht ein ausgeglichenes Raumklima.

 

E1-Qualität


Mit diesem Begriff werden Laminate und andere Holzwerkstoffe bezeichnet, die in die Emissionsklasse E1 eingeordnet werden. Das bedeutet: bei diesem Material wird der für den Wohnbereich zulässige Gehalt-Grenzwert von 7 mg Formaldehyd in 100 mg unbearbeitetem Holz nicht überschritten (Formaldehyd-Emission nach EN 120/92).

 

Für die Emission von Formaldehyd in die Raumluft werden die Materialien in einer Prüfkammer getestet. Unter konkret eingestellten und kontrollierten klimatischen und lüftungstechnischen Bedingungen darf eine Emissionsrate von 0,1 ppm nicht überschritten werden. (Richtwert des ehem. Bundesgesundheitsamts [BGA und jetzigen BGW]. Die Emission von Formaldehyd (abhängig von Raumgröße, Menge des verbauten Materials, Lüftungsverhalten u.a.) in einem individuell ausgestalteten Innenraum wird dabei jedoch nicht berücksichtigt.

 

Zusammenfassend lässt sich aus unserer Erfahrung sagen: Laminat ist ein eher minderwertiger, nicht besonders langlebiger Fußbodenbelag, aus dem zudem Formaldehyd ausdünsten kann. Auch können flüchtige Flammschutzmittel (nach DIN 4102) aus der Kunstharzbeschichtung in die Raumluft entweichen.