Chemische Beizen

Sie reagieren mit den Gerbstoffen im Holz. In der Regel bestehen sie aus zwei Komponenten: der "Vorbeize" und der "Nachbeize". Chemische Beizen, in denen Vor- und Nachbeize in einer Komponente zusammengefaßt sind, nennt man Doppelbeizen.

 

Die Vorbeizen verstärken zunächst den Gerbstoffgehalt des Holzes. Sie bestehen aus Wasserlösungen von Gerbstoffen oder gerbstoffähnlichen Substanzen. Die Nachbeizen sind alkalische Wasserlösungen, z.B. eine schwache Natronlauge, denen färbende Schwermetallsalze (Eisen-, Mangan-, Nickel-, Chrom-, Kupfersalze) zugesetzt sind.

 

Das Holzbild entwickelt sich erst nach Ablauf einer gewissen Zeit. Deshalb werden chemische Beizen oft auch als Entwicklerbeizen bezeichnet. Da die Gerbstoffkonzentration im Spätholz höher ist als im Frühholz, wird das Frühholz auch weniger stark gefärbt. Es entwickelt sich ein positives Holzbild.