Heizkörper

Heizkörper (Radiatoren) werden meist unter Fenstern angebracht. Über dem Fußboden liegende Kaltluft wird vom Heizkörper erwärmt, steigt bis unter die Decke und wird dort von nachströmender Warmluft ins Rauminnere gedrückt. Dabei kühlt sie sich ab und fällt an der Wand gegenüber dem Heizkörper als kältere Luft zu Boden, weil sie schwerer ist als warme. Hier strömt sie wieder zum Heizkörper.

 

Dabei kommt eine Luftbewegung in Gang, da die Luft immer wieder durch den Heizkörper muß, es entsteht die sogenannte Luftwalze. Diese ist in langen schmalen Räumen am typischen Gefühl der Zugluft an den Füßen erkennbar. Außerdem wird feinster Staub aufgewirbelt und wo ein Radiator vor einer weißen Wand hängt, kann man das an der Wandverfärbung sehen.

 

Gußheizkörper hatten bauartbedingt einen höheren Strahlungsanteil. Sie wurden meist an einer Innenwand montiert, um die kälteren Außenwände besser zu bestrahlen und wenn das nicht möglich war, neben oder zwischen Fenstern und nicht darunter angebracht.

 

Modernen Heizkörpern wird die meiste Strahlung genommen, da man sie unter dem Fenster platziert um mit der Warmluft die Wärmeverluste des Fensters zu kompensieren. Ein weiterer Grund die Heizkörper unter den Fenstern zu montieren, ist den heutzutage sehr teuren Wohnraum nicht noch unnötig zu reduzieren.

 

Ein Heizkörper neben dem Fenster würde mit der aufsteigenden Warmluft die Wandfläche erwärmen, die darüber liegt. Die Wand wäre ein Strahlungsheizkörper, da sie aufgenommene Wärme über Strahlung und nicht über Warmluft an den Raum abgibt.