Holzanstrich

"Möglichst wirksam und lange müssen Lacke das Holz vor Sonne und Regen schützen - und das bei wechselnden Temperaturen. Deckend pigmentierte Lacke erfüllen diese Forderung nur zwei bis fünf Jahre."


ibau-Planungsinformationen v. 03.04.01
Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Braunschweig

 

Wer sich mit der Pflege von kunstharzlackierten Holzfenstern beschäftigt hat, kennt das Problem der Versprödung an Wetterschenkeln, Schlagleisten und Profilkanten sowie Ablösungen der oberen Farbschichten. Dagegen half nur Neuanstrich mit vorherigen ausgiebigen Schleifarbeiten.

 

Kunstharze bilden, bedingt durch die harztypischen Vernetzungs-Eigenschaften, dichtere Schichtstrukturen als Ölfarben, was sie aufgrund Versprödung rißanfällig bei der an der Fassade immer vorliegenden Feuchtebelastung macht.

 

Die meisten Außenanstriche werden von eingedrungener Feuchtigkeit von innen her zerstört. Der Diffusionsdruck hebt dichte Anstriche vom Grund ab und zerstört auch den Fensterkitt. Entscheidend bei Anstrichen für Holzfenster ist, ob eingedrungenes Wasser wieder verdunsten kann, wie z.B. bei Leinölfarben. Das gilt ebenso für Sichtholz im Außenbereich.

 

Ölfarben lassen durch ihre offene Schichtstruktur Wasser aus dem Holz sehr gut austrocknen, ohne Blasen- und Rißbildung und passen von der Wärmedehnung her besser zu Holz als Harzfarben.

 

Wichtig ist ein ausgewogenes Bindemittel- Pigment- Verdünnungsverhältnis. Stimmen Bindemittelanteil und die Schutzwirkung, muß ein guter Ölanstrich nach Fertigstellung Glanz aufweisen, und das über Jahre.