Lösemittelhaltige Holzschutzmittel

Die lösemittelhaltigen Holzschutzmittel lassen sich je nach Bindemittelgehalt in Imprägnierungen, Imprägnierlasuren, Holzschutzlasuren und Holzschutzfarben unterteilen. Die Übergänge dabei sind fließend und nicht als Abgrenzungen zu verstehen.

 

Lösemittel ist hauptsächlich Testbenzin. Als biozide Wirkstoffe dienen organische Fungizide und Insektizide. Gebräuchliche Bindemittel sind Kunstharze.

 

Lösemittelhaltige Holzschutzmittel werden für den vorbeugenden chemischen Holzschutz eingesetzt. Eine Verwendung von biozidhaltigen Imprägnier- und Lacklasuren für den Holzschutz in Innenräumen ist völlig überflüssig und kann zu schweren Gesundheitsschäden führen.

 

Der größte Anteil der Holzschutzmittel-Wirkstoffe sind chlorierte Kohlenwasserstoffe (früher z.B. Pentachlorphenol (PCP) und Lindan; heute vorwiegend Dichlofluanid und Permethrin). Sie werden vor allem im Körperfett gespeichert.Da sie im Körper auch in andere Verbindungen umgewandelt werden, können sie über viele Jahre gespeichert werden, ohne sich abzubauen.

 

Bei Holzschutzmittelgeschädigten, die über viele Jahre in belasteten Wohnungen oder Häusern lebten, traten teilweise noch nach 20 bis 30 Jahren Spätschäden auf.